Drucken

Rückblick auf die A-LIGA Saison 2021/22 des Traiser FC 72

Der Traiser FC 72 spielt ein weiteres Jahr in der Friedberger A-Liga

Abstiegsgespenst durch sechs Rückrundensiege vertrieben – Ungeheuerliche Spielabsagen

 

Zu einem versöhnlichen Abschluß kam es am Ende noch für den Traiser FC 72 in der Meisterschaftssrunde der Friedberger A-Liga, wo die Geißböcke nach der Vorrunde nur zwei Punkte vor dem Abstiegsplatz rangierten und in Abstiegsgefahr schwebten. Eine zufriedenstellende Rückrunde, die mit 23 Punkten den 6. Platz in der Rückrundentabelle bedeutete, beinhaltete sieben Siege, zwei Unentschieden und nur sechs Niederlagen. Insgesamt bedeutete das im Jubiläumsjahr 21/22, in das man erstmals mit einem Fünfköpfigen Trainerteam startete, Platz 11, immerhin acht Punkte mehr als der Drittletzte SSV Heilsberg. Im ersten Abschnitt der Saison (nur 12 Punkte) sah es nicht ganz so gut aus, zumal die Vorbereitung schon recht durchwachsen war. Auch die ersten Meisterschaftsspiele ließen einiges vermissen, vorallem die kämpferische Einstellung, sowie die Ballsicherheit, fehlten bei diesen ersten Auftritten, die teilweise nur knapp verloren wurden. Unnötig hier schon die Auftaktniederlage in Ockstadt (1:3), wo die Blau-Gelben zur Pause durch einen Lotz-Treffer noch 1:0 in Führung lagen und noch einen Elfmeter (Edlich) verschossen. Noch mehr schmerzte die 1:4 Heimniederlage (Tor: Robin Kasper) gegen den SSV Heilsberg, sollte doch in dieser Saison die alte Heimstärke wieder hergestellt werden. Einem überzeugenden 5:0-Auswärtssieg beim Abstiegskanditaten Oppershofen (Tore: Lotz, Kasper, Fenchel, J. Schmidt, Zine Liyama), folgte wieder ein ernüchterndes 0:3 in Ober-Mörlen, dem 1400. Meisterschaftsspiel der Traiser. Danach zeigten sich die Geißböcke, im Heimspiel in Obbornhofen unter Flutlicht, gegen den SKV Beienheim II (4:0/ Tore: Müller, Staab, Ohlemutz (FE), Schreiber) von ihrer besten Seite, ehe man eine Woche später, an gleicher Stelle, dem SV Schwalheim mit 1:2 (Tor: Ohlemutz/FE) unterlag, dies allerdings zurecht. Dem mageren 2:1 Sieg beim Abstiegskandidaten Steinfurth II (Tore: Lotz, Ohlemutz), wo Ohlenmutz einen Elfmeter vergab, folgte eine unglückliche 0:1 Heimnniederlage gegen die SG Wohnbach/Berstadt, die später ja aufsteigen sollte. Trotz einer 1:0 Führung (Edlich) verloren die Blau-Gelben das 7. Saisonspiel am Kloppenheimer Hang mit 2:4 (2.Tor: Ohlemutz) und auch das nächste Heimspiel, gegen die KSG Groß-Karben, ging erneut mit 1:2 (Tor: Edlich (FE)) verloren, diesmal allerdings recht unglücklich, denn der Siegtreffer der Gäste fiel in der 98. Minute. Der Tiefpunkt dann am 10.10.22 in Rockenberg, wo sich die Geißböcke eine 1:6- Packung (Ehrentreffer: T. zur Löwen) einfingen. Als das nächste Derby, das Heimspiel gegen den TFV Ober-Hörgern (0:3) auch noch verloren wurde, schrillten die Alarmglocken am Wäldchen. Noch heftiger wurde es eine Woche später, als auch noch das fünfte Spiel in Folge, beim anderen Abstiegskandidaten FC Nieder-Florstadt (2:3 / Tore: beide Edlich), verloren wurde, und der freie Fall Richtung B-Liga nicht mehr aufzuhalten schien. Hoffnung kam wieder auf, als der 2:0 Heimsieg, der Erste am Traiser Wäldchen in dieser Saison, gegen den SV Hoch-Weisel, durch die Tore von Kasper und Biehl erzielt wurde. Die höchste Niederlage der Saison gab es zum Jahresabschluß beim Top-Favoriten FC Kaichen, wo am Ende ein 1:8 zu Buche stand und nur Fabian Lotz (zum 1:4) erfolgreich war. Viel schlimmer als diese Niederlage war die Verletzung von Keeper Maxi Weiss, für den die Saison damit zu Ende.

Die Wintervorbereitung, inder nun Sebastian Müller alleine das Kommando übernahm, war recht ordentlich, aber die positiven Ergebnisse blieben noch aus. Dafür hat sich der Bellersheimer Waldemar Grot (303 Spiele/ 85 Tore) wieder für eine Rückkehr ans Geißbockheim entschieden. In den ersten vier Partien in der A-Liga sahen die Fans nun eine ganz andere Mannschaft. Einsatz- und Siegeswillen, Engagement und Siege erfreuten nun die Zuschauer, die zum Rückrundenauftakt einen 3:1 Sieg gegen die SG Oppershofen bejubelten und wo Neuzugang Waldi Grot, Kapitän Daniel Edlich und Angreifer Fabian Lotz, der damit sein 150. Tor für Trais erzielte, sich in die Torschützenliste eintrugen. Eine Woche später gab es zwar erneut eine gute Vorstellung zu sehen, aber  eine 2:5 Heimniederlage gegen „Meister“ Kaichen zu beklagen. Doch an dieser Partie, gab es außer dem Ergebnis, nichts auszusetzen. Bis zur 40. Minute führten die Geißböcke, durch Treffer von Kasper und Lotz, gegen den hohen Favoriten, der sich dann durch seine individuelle Klasse noch durchsetzte. Einem weiteren Auswärtssieg in Hoch-Weisel (3:1/ Tore: Kasper, Ohlemutz, Fenchel) folgte eine 4:0 Derby-Revanche gegen den TuS Rockenberg am Traiser Wäldchen. Hier erzielten Ohlemutz, sein 150. Tor für Trais, Grot, Fenchel und Kasper die Tore.  Zwei schwächeren Spielen in Schwalheim (2:5/ Tore: Schreiber und ein Eigentor) und in Groß-Karben (1:4/ Tor: Edlich (FE)), ließen die Müller-Schützlinge zwei enorm wichtige Siege gegen Nieder-Florstadt (6:2 / Tore: Lotz (3), Fenchel, Biehl, Eigentor) und Kloppenheim (1:0) folgen. Robert Metz war der Siegtorschütze und Jubiläumsschütze in einem, denn es war das 3000. Tor der Traiser im 1420.Meisterschaftsspiel. Dem unglücklichen und unnötigen 1:2 in Ober-Hörgern (Tor: Lotz), reihte sich ein 0:2 in Berstadt beim Aufsteiger Wohnbach/Berstadt an. Enttäuschend dann das 1:1 am Wäldchen gegen den SV Steinfurth II (Tor: Kasper) und auch in Beienheim (2:5/ Tore: Ohlemutz (2)) wurde die Normalform nicht erreicht. Eine nicht nachvollziehbare Spielabsage des SV Ober-Mörlen brachte dem FC zwar drei wichtige Punkte, aber auch ein Unverständnis gegenüber den Grün-Weißen, die einem Spielermangel angaben, aber 5 km weiter in Gambach mit der Zweiten Mannschaft die Meisterschaft feierten. Da das nicht zum ersten Mal in dieser Rückrunde in den Kreisligen vorgekommen ist, sollte der Verband schnellstens einen Riegel gegen solche Aktionen vorschieben, mit drastischen Strafen. Völlig überraschend dann der klare 9:4 Sieg in Heilsberg, wo Lotz (4), Ohlemutz (2), N. Schmidt, R. Metz und A. Biehl die Treffer erzielten und wo Keeper Block erstmals seit seiner Verletzung in Groß-Kaben wieder spielte. Allerdings hatte er in Felix Wirth einen guten Vertreter. Im letzten Heim- und Saisonspiel gegen den Favoriten SV Ockstadt mussten sich die Geißböcke, trotz einer 2:0 Pausenführung durch Ohlemutz und einem Eigentor, noch mit einem 2:2 zufriedengeben. Fabian Lotz unterlief nach etwa einer Stunde ein Eigentor und der Ex-Traiser Krämer traf in der Nachspielzeit. Allerdings war es eine gerechte Punkteteilung. So endete die Reise noch auf dem 11. Tabellenplatz vor Hoch-Weisel, Oppershofen, Heilsberg und den Absteigern Nieder-Florstadt und Steinfurth II (freiwillig). Die meisten Einsätze in dieser 29 Spiele umfassenden Meisterschaftssaison hatte Tom Schepp, denn er war immer dabei, gefolgt von Spielertrainer Basti Müller (28), Felix Reuhl (27) und Kapitän Daniel Edlich (26). Insgesamt kamen in der A-Liga 32 Spieler zum Einsatz. Bei den Torhütern verteilte es sich auf Maxi Weiss (13), Sascha Block (10) und Felix Wirth (6).  Die interne A-Liga Torschützenliste führt Fabian Lotz mit 14 Toren an, vor Josch Ohlemutz (11), Youngster Robin Kasper (7) und Kapitän Daniel Edlich 6. Im Laufe der Saison hatten einige Spieler ihre Jubiläumseinsätze, so Tristan zur Löwen (500 Spiele), Stefan Wörner (400), Robert Metz (300), Felix Reuhl (200), sowie Basti Müller (100) und Laurin Staab (100). Ihr 150. Jubiläumstor erzielten Fabian Lotz und Joshua Ohlemutz, der auch insgesamt mit 21 Toren interner Torschützenkönig geworden ist, vor Fabian Lotz (18) und Timo Gräf (16). Von den acht zugesprochenen Elfmeter wurden sechs verwandelt (Edlich 4, Ohlemutz 2) und zwei verschossen (Edlich, Ohlemutz). Die fünf Elfmeter gegen Trais waren alle drin. 55 Gelbe Karte sammelten die Geißböcke, von denen Tom Schepp (10), Sebastian Müller (9) und Joshua Ohlmutz (8) die größten Anteile hatten. „Rot“ sahen Fabian Lotz und Thorsten Oehm. Insgesamt absolvierte der Traiser FC 39 Spiele mit einem Torverhältnis von 82:104 Tore.